- Gut, dass es unabhängige Gerichte gibt. Sie können Streitigkeiten entscheiden !
Aber lösen sie auch den Konflikt, der den Streit entzündet hat ? -



Mediation ist eine Form der außergerichtlichen Konfliktlösung. Unter Anleitung des Mediators, der keinerlei Entscheidungsbefugnis in dem Verfahren hat, versuchen die Beteiligten, eigenverantworltlich, Lösungen zu finden. Kennzeichnend für den Mediator ist seine Fähigkeit zur strukturellen Verhandlungsführung, mit der er die Parteien anleitet, meist schnelle und flexible Lösungen zu finden, von der alle Beteiligten profitieren. Unschätzbarer Vorteil des Verfahrens ist auch, daß die von den Beteiligten selbst erarbeitete Lösung in der Folge eine weit höhere Akzeptanz gewährleistet, als ein von Dritter Seite gefälltes Urteil.

Mediationsverfahren beruhen auf folgenden Grundprinzipien:

-Freiwilligkeit der Teilnahme für die Parteien
-Vertraulichkeit über sämtliche Inhalte der Gespräche
-Informiertheit über alle für die Entscheidungsfindung wichtigen Tatsachen
-Eigenverantwortlichkeit für Verhandlung und Lösungsfindung
-Unabhängigkeit und Allparteilichkeit des Mediators
-Ergebnisoffenheit für kreative und flexible Lösungen

Die Einschaltung eines Rechtsanwalts und Mediators gewährleistet neben der Tatsache, daß sich die Verhandlungen und Ergebnisse auf rechtlich sicherem Boden bewegen vor allem die absolute Verschwiegenheit, die dem Anwalt durch das Berufsrecht geboten ist und auch in einem etwaigen späteren gerichtlichen Verfahren Bestand hat. Keiner der Beteiligten muß befürchten, daß der andere Beteiligte in einem späteren streitigen Verfahren den Mediator als Zeugen benennen kann. Dies ist bei nicht anwaltlichen Mediatoren, die keiner gesetzlichen Schweigepflicht unterliegen, durchaus denkbar.